Der treue Hund
10. Februar 1910 bis 29. Januar 1911Der Hund ist wachsam, verschlossen und äusserst starrköpfig. Oft ist er so zynisch, dass man ihn wegen seiner scharfen Bemerkungen fürchtet. Manchmal neigt er dazu, sich in Details zu verlieren, um völlig sinnlos Kritik zu üben und Fehler regelrecht zu suchen. Ausserdem ist er ein ausgesprochener Pessimist und erwartet nichts Gutes vom Leben. Er ist durchaus ein bisschen blasiert, doch sein kritischer Geist und sein Sinn für das Lächerliche bewahren ihn vor dem Schlimmsten.
Auch wenn er oberflächlich ziemlich kaltblütig erscheint, täuscht dieser Eindruck. Er ist nur sehr unsicher und zweifelt immerzu an seinen eigenen Gefühlen und an den Gefühlen der anderen.
Trotz seiner Fehler besitzt der Hund die edelsten Eigenschaften der menschlichen Natur, denn er ist treu, ehrlich, loyal und sehr pflichtbewusst. Als Freund kann man sich hundertprozentig auf ihn verlassen.
Er ist ein aufmerksamer und intelligenter Zuhörer. Für die anderen tut er alles und seine Hingabe geht bis zur Selbstverleugnung.
In der Geschichte waren große Rechtsgelehrte meist Hunde. Er hängt nicht am Geld, ist aber selbst sehr großzügig. Ob Straßenköter oder Luxushund - materielle Dinge interessieren ihn nicht. Er kann ein aktiver Gewerkschaftler, ein Pädagoge oder ein Industriemanager sein. Egal welchen Beruf er ergreift, er widmet sich ihm mit ganzer Kraft und viel Idealismus.
In der Liebe ist der Hund stets offen und ehrlich. Sein Leben lang hat er Liebeskummer, doch daran ist er wegen seiner Unbeständigkeit und Ruhelosigkeit selbst schuld.
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